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Doconomy und Klarna bilden CO2-Fußabdruck von finanziellen Transaktionen ab

Der Aland Index (API) des schwedischen Fin-Tech-Start-Ups Doconomy ermöglicht eine Bestimmung der CO2-Emissionen von finanziellen Transaktionen. Dieses Tool kann Banken oder andere Zahlungsanbieter darin unterstützen, ihren Kunden die CO2-Emissionen (in kg CO2e) eines Kaufs anzuzeigen. Die Verbindung von persönlichem Kauf und damit verbundenem CO2-Fußabdruck soll der Sensibilisierung vor den Folgen des Klimawandels und der Einsparung von CO2 dienen.


Erfolgt eine Transaktion, wird diese über die Vier-Code-Einteilung von MasterCard (sog. MasterCard’s Merchant Category Codes, MCCs) und über die eigens entwickelte 47-Händlerkategorien Einteilung von Doconomy einer bestimmten Händlerkategorie zugewiesen. Im Aland-Index ist für jede Händlerkategorie ein CO2-Fußabdruck hinterlegt, der exklusiv von Doconomy berechnet, fortlaufend aktualisiert und extern validiert wird. Die neueste wissenschaftliche Forschung des Weltklimarates (IPCC) sowie der Weltbank fließen hier nach Angaben von Doconomy bei der Festsetzung des CO2-Fußabdrucks mit ein. Aktuell befindet sich der Aland Index 2.0 mit dem Stand 2019 in der Anwendung.


Es bleibt festzuhalten, dass es sich bei der Zuweisung des CO2-Fußabdrucks jeweils um Durchschnittswerte für die Händlerkategorie handelt. Die Berechnung kann diesbezüglich nach Angaben von Doconomy unterscheiden, ob eine Transaktion in einem Blumenladen erfolgte oder beim Zahnarzt. Die Einberechnung der Blumensorte, z. B. ob der Anbau und die Lieferung von Rosen, Tulpen oder Orchideen klimafreundlicher bzw. weniger CO2-intensiv sind, erfolgt nicht.

Im Anschluss kann je nach Geschäftsmodell bzw. Bezahlungsmodell z. B. eine automatische Kompensation der CO2-Emissionen integriert werden. Zudem bietet Doconomy in Zusammenarbeit mit Mastercard die DO Black Kreditkarte an. Dies ist das erste Model mit einem integrierten Treibhausgasemissionslimit (monatliche Grenze an CO2e in Tonnen). Anstelle eines etwaigen maximalen Abrufbetrages wird ein CO2e-Limit festgelegt. Die Kreditkarte selbst ist ohne Magnetstreifen versehen, weshalb sie nach Angaben von Doconomy vollständig recycelbar ist.


Seit Kurzem ermittelt auch der Zahlungsdienstleister Klarna den CO2-Fußabruck von Einkäufen, die über seinen Bezahldienst erfolgt sind, und zeigt diesen in der eigenen App an. Die neue Funktion soll Kunden bzw. Nutzern der Klarna-App anhand des eigenen Konsumverhaltens die CO2-Emissionen eines Einkaufs in kg CO2e verdeutlichen und so hinsichtlich der Folgen des Klimawandels sensibilisieren.


Klarna verfügt nach eigenen Angaben über mehr als 90 Mio. Kunden weltweit. In diesem Kundenstamm sind 18 Mio. Kunden enthalten, die die Klarna-App mit der neuen Zusatzfunktion aktiv im Monat nutzen. Das Klarna-Einzelhändlernetzwerk umfasst nach Unternehmensangaben aktuell rund 250.000 Betriebe weltweit.


> Zugang zur Pressemitteilung von Klarna am 21. April 2021

> Informationen zum Aland Index (API)

> Informationen zur DO Black Kreditkarte


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