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„Pathways to Paris“: Transformationstool für die Wirtschaft auf dem Weg zur Klimaneutralität

PricewaterhouseCoopers (PwC) und WWF haben, gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, im Rahmen des Projekts „Pathways to Paris“ Werkzeuge erarbeitet, die Unternehmen bei der Transformation in Richtung Klimaneutralität unterstützen sollen. Pathways to Paris adressiert Unternehmen aus zehn Sektoren (z. B. Stromerzeugung, Herstellung von Stahl und Zement, Logistik), die zusammen für etwa zwei Drittel der gesamten deutschen Emissionen verantwortlich sind.


Zum einen wurde eine Übersicht zu Klimazielsetzungsrahmenwerken erstellt. In dieser werden bestehende Initiativen für Klimazielsetzungen (z. B. Carbon Disclosure Project und GHG-Protocol) sowie deren Potentiale und Einschränkungen gegenübergestellt, um eine bessere Vergleichbarkeit für Unternehmen zu schaffen.


Zudem wurde ein dreistufiges webbasiertes Transformationstool entwickelt. In einem ersten Schritt kann ein sektorspezifischer Transformationspfad erstellt werden, der Unternehmen dabei unterstützen soll, die Mindestanforderungen einer Paris-kompatiblen Emissionsreduktion zu verstehen. Anschließend können die Auswirkungen und Kosten verschiedener Reduktionsmaßnahmen ausprobiert und graphisch dargestellt werden. Abschließend kann die Umsetzung der gewünschten Maßnahmen in einer Roadmap geplant werden. Das Transformationstool wird für zwei Jahre kostenfrei zur Verfügung gestellt.


Zusätzlich wurde ein Praxisleitfaden erstellt, der die Transformationsumsetzung für Unternehmen in vier Schritten erläutert. Zunächst sollen die eigenen Treibhausgase erfasst werden. Anschließend sollen Klimaziele festgelegt und Maßnahmen sowie Investitionen geplant werden. In einem letzten Schritt soll die Finanzierung gesichert werden. Der Leitfaden geht auf Reduktionsmaßnahmen in Scope 1 und 2 ein.


Speziell für Finanzinstitute wurde eine Transformationsindikatorik entwickelt. Diese enthält sektorübergreifende (z. B. Verwendung eines internen CO2-Preises; Engagement in vor- und nachgelagerter Wertschöpfungskette und übergeordneter Politik) und sektorspezifische Kennzahlen (z. B. Einsatz erneuerbarer Rohstoffe im Sektor Ammoniak; Hochlauf CO2-freier/armer Stahl im Sektor Stahl), mit deren Hilfe die Transformationsperformance von Unternehmen bewertet werden kann.


Das vierte Werkzeug sind die sektorspezifischen Orientierungsrahmen für Unternehmensdialoge. Diese Rahmen verknüpfen die Maßnahmen aus dem Transformationstool mit den Kennzahlen aus der Transformationsindikatorik und unterstützen Finanzdienstleister dabei, mit Unternehmen in einen Dialog zu treten. Die Orientierungsrahmen analysieren zunächst die Ausgangslage von Klimaschutz im jeweiligen Sektor. Dann werden die spezifischen Eckpfeiler der Transformation beschrieben und abschließend ein Ausblick sowie Impulse für den Dialog bereitgestellt. Die sektorspezifischen Orientierungsrahmen stehen auf der Website zum Download bereit.



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