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Vorstellung des Zero Waste Projektes der HAWE Hydraulik SE

Bereits seit 2018 verfolgt die Firma HAWE Hydraulik (2.490 Mitarbeiter, 413 Mio. Euro Umsatz in 2020) mit Sitz in Aschheim bei München das Thema Zero Plastics, welches später durch das Zero Waste Projekt erweitert wurde. Ziel ist es, durch Prozessumstellung und der Suche nach alternativen Materialien in der betrieblichen Praxis Müll und damit letztendlich auch CO2-Emissionen einzusparen.


In einer ersten Bilanz konnte die HAWE Hydraulik SE mit ihrem Zero Waste Projekt über 25 Tonnen Kunststoffmüll einsparen bzw. im Kreislauf halten. Dabei konnten bisher jährlich 700 Kilogramm durch Reduzierung und Verwendung von Mehrweg eingespart werden. Weitere 24,5 Tonnen konnten bisher durch Weitergabe an Recycler im Kreislauf gehalten werden. Ein jährlicher Verbrauch von 18,8 Tonnen Frischfaserkartonagen konnte durch eine Alternative aus Recyclingmaterial ersetzt werden. Neben der vermiedenen Umweltbelastung ließen sich die bisherigen Fixkosten nach Unternehmensangaben um ca. 7.200 Euro reduzieren. Seit dem Start des Projektes wurden 28 Einzelmaßnahmen umgesetzt, 25 weitere Prozessumstellungen befinden sich aktuell in der Erprobung.


Derzeit wird die Verwendung von waschbaren Ölaufsaugmatten im internen Werksverkehr beim Transport von geölten Maschinenbauteilen getestet. Durch die Matten können jährlich zwei Tonnen Einwegkartons eingespart werden, welche bisher aufgrund von Ölverschmutzungen als gefährlicher Abfall entsorgt werden. Durch die Umstellung der Verpackungspraxis auf Recyclingpapier-Schnecken am Standort Kaufbeuren lassen sich pro Jahr 3.200 Euro und zwölf Tonnen Frischfaserkartonagen einsparen. Darüber hinaus werden die Montageaufträge nicht mehr in Einweg-Plastiktüten verwahrt, sondern Mehrweg-Mappen verwendet.


Die hierbei erzielten Einsparungen an Kunststoffmüll betragen 300 Kilogramm im Jahr. In den Toiletten am Hauptsitz in Aschheim werden in den Papiermülleimern an den Waschbecken keine Mülltüten mehr verwendet. Dadurch lassen sich 28 Mülltüten pro Tag bzw. 80 Kilogramm an Mülltüten jährlich einsparen. Zudem ermöglicht eine Änderung bei der Verpackung von jährlich 60.000 Paar Arbeitshandschuhen (Verpackung nun in Gebinden und nicht mehr einzeln) eine jährliche Ersparnis von 150 Kilogramm Kunststoffmüll. Durch das Recycling von Kleinladungsträgern konnten wir über 24 Tonnen Kunststoffmüll im Kreislauf halten.


Die erste Idee zur Erprobung eines umweltfreundlicheren Prozesses kommt im vielen Fällen aus dem Mitarbeiterkreis. Dieser wurde entsprechend im Vorfeld für das Thema sensibilisiert (z. B. durch Aushänge). Auf Basis der Idee erfolgt eine Analyse der Einsparpotentiale an aufkommendem Müll und eine Kostenkalkulation. Im Anschluss wird in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern ein Muster erstellt und im laufenden Betrieb getestet. Besteht eine Praxistauglichkeit und sind die Kosten aus betrieblicher Sicht gerechtfertigt, erfolgt eine Freigabe zur Prozessumstellung. Nach der Implementierung wird kontrolliert, ob die tatsächliche Müllvermeidung den Analysen entspricht und ob ergänzende Maßnahmen durchgeführt werden müssen.


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